, Buser Hugo

Skarkprojekt // gejagte Jäger (Vortrag von René Lori) / Stammabend 3.9.2025

René Lori berichtet uns über sein Engagement für den Schutz der Haie

Warum sind Haie wichtig? René Lori engagiert sich als leidenschaftlicher Taucher in der Organisation «Sharkproject» für den Schutz der Haie und arbeitet wie alle in diesem Projekt ehrenamtlich.

Einige Infos zu den Haien in den Weltmeeren
Es gibt rund 530 Hai-Arten, neue werden laufend noch entdeckt. Ihre Besonderheit: Der Auftrieb geschieht durch eine oelhaltige Leber statt durch eine Schwimmblase. Sie haben keine Knochen, sondern Knorbel, die zerfallen nach dem Tod. Also kann man von Haien keine Skelette finden sondern nur Zähne. Die wachsen übrigens nach, wenn sie ausfallen. Haie haben auch keine Schuppen sondern Hautzähnchen. (Diese Art Haut versucht man bei Flugzeugen nachzubilden mit dem Resultat, dass viel Kerosin eingespart werden kann. Haie haben 7 Sinne: Sehr gut riechen, hören, sehen;  bioelektrische Felder von einem Microvolt erkennen; fantastischer Tastsinn; Wahrnehmung kleinster Druckunterschiede;  sie spüren feinste Temperaturunterschiede. (Der Mensch hat nur 5 Sinne).
Leider haben die Haie ein falsches Image erhalten: Menschen gehören nicht in ihr Beuteschema; die Angst vor ihnen wurde vor allem durch die Filmindustrie erzeugt. Haie sind Intelligent, neugierig und wichtig für das ökologische Gleichgewicht.

Warum sind Haie wichtig?
Verschwindet der Hai, hat das für die Weltmeere dramatische Folgen, was ein Blick auf die Nahrungspyramide im Meer zeigt: Ganz unten sind Algen und Phytoplankton;  darüber Zooplankton; nächste Stufe: Heringe Fische; dann folgen Thunfische und Blauhaie; zuoberst steht der Weisse Hai und der Tigerhai. Haie fressen auch alte und kranke Tiere, sind quasi die Meerespolizei.
Ohne Haie wären nur noch Grasfresser übrig im Meer; diese würden sich ohne Feinde zu stark vermehren und so viele Algen fressen, dass nichts mehr da ist, dann sterben sie selber.  (Vergleich mit Afrikas Tierwelt: ohne Raubtiere würden die Grasfresser sich endlos vermehren, alles kahl fressen, bis nur noch Wüste vorhanden ist. Dann sterben auch alle Grasfresser.

Haie gibt es seit 420 Mio Jahren, sie haben  alle Katastrophen der Erde überlebt.  Ein Grönlandhai kann 400 Jahre alt werden und erst mit 150 Jahren Junge gebähren. Schnellster Hai: Kurzflossen Makohai bis 90 km/h.

 

Welche Gefahren gibt es für die für die Haie?

1.     Ueberfischung /  Langleinenfischerei mit Leinen bis 150 km Länge (60% daran sind Fische, die man gar nicht will) oder Schleppnetzfischerei, die alles am Boden zerstört. Es gibt rund 100 Mio tote Haie pro Jahr. In den letzten 50 Jahren haben wurden 70% der Haie ausgerottet. Häufigster gefangener Hai ist der Blauhai.

2.     Schwanzflosse: Mit ihr wird sehr viel Geld verdient: 650 Dollar pro kg . Die daraus gekochte Haifischflossensuppe schmeckt nach nichts! Finning nennt sich diese Methode: Der Hai wird gefangen, die Schwanzflosse abgehauen und der Hai zurück ins Meer geworfen, wo er stirbt.
Haifleisch ist sehr billig: 1.6 Dollar pro kg. Aus gesundheitlichen Gründen sollte man Haifleisch nicht essen, weil an der Spitze der Nahrungskette alles Gift der ganzen Nahrungskette gesammelt vorhanden ist. Topfangnationen von Haien in Europa sind Spanien und Portugal. Flossen gehen vor allem nach China und Hongkong.

 

Was macht «Sharkproject»?

-        Meersschutzgebiete einrichten vor allem an den Geburtsorten der Haie.

-        Longlinefischen und Schleppnetzfischen durch Verhanlungen verbieten. 

-        Aufklärung in den Schulen.

-        Projekte mit Fischern in verschiedenen Weltteilen.

 Webseite: https://www.sharkproject.org/

 Buchtip: «Alles, was wir über Haie wissen, ist falsch». (Kinderbuch, auch spannend für Erwachsene!) siehe Bild!

 

Beachte diese Regeln, wenn Du im Meer einem Hai begegnest:

  • Beim Baden immer Schuhe tragen!
  • Nicht nachts bei Dunkelheit baden.
  • Nicht baden wo gefischt wird.
  • Nicht in Nahrungsmittel baden.
  • Wenn ein Hai kommt, ruhig bleiben nicht Wellen schlagen, nicht panikartig reagieren.
  • Senkrecht im Wasser bleiben
  • Mit gestrecktem Arm und offener Hand gegen Hai sich wegschieben