Kleine Boote, grosser Spass: Segeln in der Bretagne
Schon zum neunten Mal hat Michael einen Flottillientörn mit 9 Booten organisiert. Die meisten sind Corsaire, 5,5 Meter lang und bieten 2 Personen Platz zum Kochen, Essen und Schlafen. Diese werden jeweils per Trailer von der Schweiz an den Startort gebracht. Diesmal: Paimpol.
Was ist so toll an dieser Konstellation? Die Boote haben wenig Tiefgang, können gut abgestützt werden zum Trockenfallen, was in der Bretagne mit den grossen Tidenunterschieden an vielen Orten möglich ist und zu einem tollen Erlebnis wird.
Wichtig: Alle treffen sich vor Abfahrt zum Breefing.
Herausforderungen:
1. Strömungen als Folge der grossen Unterschiede zwischen Ebbe und Flut müssen genau studiert werden, denn kleine Boote mit schwachem Motor haben bei starken Gegenströmungen keine Chance ans besprochene Ziel zu gelangen. Eine gute praktische Lernebene, die der Theorie im Klassenzimmer endlich Erlebnis am eigenen Leib folgen lässt.
2. Die Dünung des Atlantiks diktiert den Tagesplan, ob ausgelaufen wird oder ein Hafentag eingelegt werden muss. Zudem dürfen viele Häfen bei starker Dünung gar nicht angelaufen werden.
3. Mit Wind gegen Strömung wird nicht gesegelt.
4. Viele Häfen sind bei Flut nur während 2 Stunden erreichbar.
5. Untiefen (Steine) erfordern eine saubere Navigation (Alle haben Tablets mit elektronischen Seekarten!)
Nach jeder Tagesetappe findet auch ein Debreefing statt mit ehrlichem Austausch.
Damit Spass bleibt und kein Stress entsteht, sind die Tagesetappen kurz: Vier Stunden auf See bei 15 bis 20 Seemeilen. So bleibt viel Zeit für Ausflüge, Inselbesuche und Gemütlichkeit.
Unterschied Nord- Südbretagne: Der Norden ist härter, kühler, wilder, dafür einsamer; der Süden angenehmer, dafür mit Booten überfüllt.
Liebe Salome und Michael herzlichen Dank für den spannenden Vortrag und die tollen Bilder.
Hugo Buser