Neustadt- Kopenhagen: Drei Freunde segeln in der Ostsee

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Stammabend 2. Oktober 2013

events-2013-10-02Trotz Fussballmatch und Ferienzeit besuchten gegen 60 RG-Mitglieder den Stammabend, um den Ausführungen unseres Vizecaptains Felix zu folgen und an seiner Reise dank Videosequenzen auch visuell teilzunehmen. Die POEMA BASILEA, eine brandneue Sirius 35 DS, stach von Neustadt aus in See und der erste Schlag führte nach Burg auf Fehmarn. Ein mässiger Wind, der gerade ausreichte, um die Segel zu entknittern, verhalf zu einer erstaunlich schnellen Fahrt.

Freundlicherweise wartete der Platzregen bis zum Anlegen, so dass nur der Ankertrunk im Salon statt im Cockpit stattfinden musste. Das kurze Stück bis Heiligenhafen wurde am nächsten Tag bei 4-5 Bft unter vollen Segeln zurückgelegt und fand seinen krönenden Abschluss in der Durchfahrt unter der imposanten Hängebrücke. Zum Glück fanden die drei Kameraden einen guten Liegeplatz im Hafen, denn die folgenden drei Tage hielten sie bei Sturm an Land fest. Der Schlag über die Ostsee nach Langeland wurde von einem leichten Südostwind begünstigt. Die Dänische Südsee mit ihren Untiefen, engen Fahrwassern oder auch mal einer Brücke stellte einige Herausforderungen, entschädigte aber mit vielen schönen Häfen. Speziell beeindruckt hat die 5-Sterne Marina von Vejrö, die trotz hoher Hafengebühren sicher einen Abstecher wert ist.
Die POEMA BASILEA verliess die dänische Südsee durch den Innenwasserweg, vorbei an Vordingborg und Kalvehave nach Rödvig, einem kleinen verschlafenen Ort südlich von Kopenhagen. Die letzten Meilen nordwärts nach Kopenhagen wurden unter vollen Segeln durchflogen. Mitten in Kopenhagen machte die Crew in einem Seitenkanal für zwei Tage fest und genoss das Treiben dieser tollen, farbigen und jungen Stadt. Sobald das Wetter gut ist (für Dänen, wenn es nicht regnet), ist jedermann auf der Strasse, bevölkert Cafés und Restaurants und geniesst das Leben. Nach dem unbeschwerten Aufenthalt verliess die Crew Kopenhagen nur ungern, dies aber auf Rat der arg strapazierten Bordkasse.
Unter Vollzeug dahinbrausend, lief die POEMA BASILEA die erste schwedische Insel Tuna an. Die letzten Meilen bis Humblebaek zurück in Dänemark, dem Zielhafen des Törns, wurden ohne Probleme gemeistert.
Schön war diese Reise und vom Wetter begünstigt. Manch ein Zuhörer wünschte sich, dabei gewesen zu sein. Oft konnte im T-Shirt gesegelt werden und nur zweimal musste das Oelzeug bemüht werden. Das noch recht kühle Wasser verwehrte jedoch auch den fleissigen Gebrauch der Badehose. Die POEMA BASILEA hat sich bestens bewährt und wird trotz Vorurteilen gegen den „Oelzeug-Norden“ noch mindestens eine weitere Saison dort kreuzen.

Felix Buser, Vize-Captain