Stammabend mit Jimmy Cornell

Print Friendly, PDF & Email
Stammabend 21. März 2013

events-2013-03-21_01In Kürze organisiert und abwechslungsreich war der Märzstammabend mit dem weitgereisten Referenten Jimmy Cornell. Jimmy dürfte den meisten Fahrtenseglerinnen und -seglern als Gründer des „Atlantic Rally for Cruisers“ (ARC) und als Autor einer Reihe von Büchern über Segelreisen rund um die Welt bekannt sein. Aus seinem umfangreichen Repertoire füllte Jimmy den Stammabend nicht mit – wie sonst üblich – einem Vortrag, sondern gleich mit drei Kurzvorträgen. Angenehm überrascht waren die Anwesenden zudem über die deutsche Vortragssprache des Weltenbummlers.

 

 

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

In ersten Teil des Abends brachte uns Jimmy Cornell seine Gedanken und Erfahrungen zum Thema „Reiseplanung im Zeitalter der elektronischen Karten“ näher. Jimmy erinnerte an unsere seefahrenden Vorfahren auf den verschiedenen Weltmeeren und daran, dass aufgrund dieser regen Seefahrerei während Jahrhunderten die Wettersysteme schon lange bekannt sind. Dank diesen Erkenntnissen ist es für Fahrtensegler möglich, die wichtige Regel „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ zu sein, erfolgreich umzusetzen. Dabei ist eine zuverlässige Windkarte der beste Freund des Fahrtenseglers. Jimmy Cornell stellte deshalb seine aktualisierte Windkarten vor, welche auf den alten Windkarten gründen, jedoch mit rund 240’000 Satellitenmessungen aktualisiert wurden.

Egal wie blöd du bist, du musst Glück haben!

events-2013-03-21_02Nach einer kurzen Pause leitete Jimmy Cornell mit diesem rumänischen Sprichwort zum zweiten Teil über. Jimmy berichtete von seiner Seereise von der Antarktis nach Alaska im Rahmen des „Transpazifischen Marathons“. Zusammen mit seinem Sohn Ivan legte Jimmy auf dieser Reise gute 15’000 Seemeilen in vier Monaten zurück. Mit eindrücklichen Bildern seiner eingeschneiten OVNI in der Antarktis, von Chile, den Osterinseln, Pitcairn sowie Tahiti begeisterte Jimmy mit seinen passenden Erläuterungen das Publikum.

Wie verrückt meine Ideen auch sind, es gibt immer genug Segler, die mitmachen!

Im dritten Teil des Abends richtete Jimmy seinen Blick in die Zukunft oder besser auf die Gegenwart. Nach zahlreichen von Jimmy ins Leben gerufenen Segelanlässen, die an ein historisches Ereignis angelehnt waren, startet 2014 die „Blue Planet Odyssey“ als themenorientierte Veranstaltung zum Klimawandel und den mittlerweile offensichtlichen Auswirkungen. Die Vorbereitungsarbeiten dazu sind natürlich schon lange am Laufen, so dass uns der Organisator detailliert Auskunft über sein aktuelles Projekt geben konnte. Dass die Seglergemeinschaft Jimmy auch bei diesem Event nicht im Stich lassen wird, bezeugen die bereits 27 bestätigten teilnehmenden Yachten; Jimmy selber rechnet mit 40 bis 50 teilnehmenden Yachten. Diese werden auf einer Kaltwasser- und einer Warmwasserroute die verschiedenen Ozeane besuchen und durch den Klimawandel besonders gefährdete Inseln anlaufen. Zwei Reisen starten von Europa aus im Sommer 2014; die Südroute im Juli 2014 in London, die Nordroute im Juni 2014 in Kristiansand (Norwegen). Zudem liegen weitere Startorte der „Blue Planet Odyssey“ an der nordamerikanischen Ost- und Westküste (New York, 10.2014 bzw. Vancouver, 09.2014), in Afrika (Cape Town, 12.2014), Südamerika (Rio de Janeiro, 11.2014) und Australien (Sydney, 08.2015). Damit dieses Projekt nicht zu einer Konsumveranstaltung verkommt, wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine aktive Beteiligung am Rahmenprogramm erwartet. Dieses umfasst Schwerpunkte in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Unterstützung von Gemeinschaftsprojekten an den einzelnen Etappenorten.

Beeindruckend, wie viele Ideen und Elan in Jimmy Cornell stecken! Vielleicht lässt sich die eine oder der andere mit Jimmys Tatendrang anstecken und möchte sich in einer Form an der „Blue Planet Odyssey“ beteiligen. Weitere Informationen dazu findest du auf der Website www.blueplanetodyssey.com.

Rahel Sameli